Dr. Patrick Hann bei der Präsentation des Pilotprojets "Biologische Ampferbekämpfung" im Rahmen der Cork 2.0

Dr. Hann im „Irish Farmers Journal“

Im Rahmen der Präsentation des Pilotprojekts „Biologische Ampferbekämpfung“ bei der von der Europäischen Kommission organisierten Konferenz zur Entwicklung des ländlichen Raums „CORK 2.0“ wurde Dr. Patrick Hann (Ingenieurbüro MELES) zu Projektansätzen und -inhalten interviewt.

„Biologische Ampferregulierung mit dem Ampferglasflügler in Österreich“ im Irish Farmers Journal

Wissenschaftler und Landwirte experimentieren derzeit mit Möglichkeiten, den stumpfblättrigen Ampfer (Rumex obtusifolius) mit Hilfe des Ampferglasflüglers (Sesiidae) zu regulieren.
„In Tests werden Holzstäbchen in die Mitte von Ampferpflanzen gesteckt, um diese mit den Larven der Ampferglasflügler zu infizieren“, erklärt Patrick Hann (Geschäftsführer des österreichischen Ingenieurbüros MELES) dem Irish Farmers Journal.

Die Insekten fressen sich dann in die Wurzel und ernähren sich davon. „Die Wurzeln sind die Stärke der Ampferpflanzen. Wenn man dort die Ampferbekämpfung ansetzt, werden sie geschwächt oder verschwinden gänzlich“, sagte Dr. Hann.
Im Rahmen der Cork 2.0 – Europäische Konferenz über die Entwicklung des ländlichen Raums wurde das EIP-AGRI Projekt „Ampferglasflügler 2015“ präsentiert. „Die Larven des Ampferglasflüglers haben sich bewährt, Ampferpflanzen zu reduzieren oder sie zu schwächen und die Grasnarbe zu fördern. Sobald die Insekten in die Wurzel eingedrungen sind, kann zu einem normalen Bewirtschaftungsmanagement wie Mahd oder Weide ohne Beeinträchtigung des Prozesses übergegangen werden.“

Dr. Hann und sein Team führen nun gemeinsam mit Partner-Landwirten Versuche durch, um festzustellen, ob die Methode in der Praxis funktioniert. Die Methode wäre besonders vorteilhaft für die ökologischen Landwirte, da die einzigen bekannten Methoden der Ampferkontrolle Punktspritzungen oder die kostspielige, zeitaufwändige und anstrengende händische Entfernung der Ampferpflanzen sind.

Leider bewegt sich der in Österreich vorkommende Ampferglasflügler in einer sehr engen ökologischen Nische. Da der Ampferglasflügler bspw. in Irland nicht auftritt, wäre für ähnliche Methoden die Identifizierung eines irischen Äquivalents erforderlich, da die Einfuhr ausländischer Arten Umweltrisiken darstellen könnte.

Hier können Sie das gesamte Audio-podcast-Interview von Dr. Patrick Hann und dem Irish Farmers Journal hören:

 

Den gesamten Artikel  im Irish Farmers Journal  finden Sie hier.