Ampfer

Ampferarten des Grünlandes sind mehrjährige Stauden, die zu einer wahren Plage für Landwirte werden können, wenn sie sich einmal auf landwirtschaftlichen Flächen ansiedeln. Ihre Regulierung bedeutet einen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand v.a. für Grünlandbetriebe.

Eine Eigenschaft von Ampfer, die das Unkraut besonders hartnäckig macht, ist ihr enormes Vermehrungspotenzial. Eine einzige Ampferpflanze vermag mehrere tausend Samen  zu produzieren.

Die Samen können zum einen viele Jahrzehnte im Boden keimfähig überdauern, zum anderen sind sie in der Lage den Darmtrakt von Wiederkäuern unbeschadet zu passieren. Auch in Heu, Stroh und Gülle bleibt ihre Keimfähigkeit für lange Zeit erhalten. Die Düngung mit infiziertem Material trägt wesentlich zur Förderung des Beikrautes bei. Da Ampfer Lichtkeimer sind, und die Samen primär in lückigen Grünlandbeständen Fuß fassen können, kann eine dichte Grasnarbe das Aufkommen junger Ampferpflanzen eindämmen. Mehrjährige Ampferstöcke bilden große Blattrosetten aus, die Gräser und wertvolle Kräuter zurückdrängen, wodurch Futterertrag und -qualität markant reduziert werden. Die Etablierung der problematischen Ampferarten führt zudem zu einem erheblichen Verlust der tatsächlich nutzbaren Weidefläche, da sie auf Grund des bitteren Geschmacks und der schlechten Verdaulichkeit nicht als hochwertige Nahrung für Rinder geeignet sind und verschmäht werden.

Hervorzuheben ist außerdem die starke Widerstands- und Regenerationsfähigkeit der Ampferwurzel. Sie speichert große Mengen an Nährstoffen und ist dadurch in der Lage einen regelmäßigen Blattverlust durch z.B. Mahd zu kompensieren. Gerbstoffe im Wurzelgewebe bewirken zusätzlich einen sehr effektiven Fäulnisschutz und machen den Ampfer noch widerstandsfähiger. Existierende Maßnahmen zur Bekämpfung der Problemarten sind oft nur eingeschränkt nutzbar, deshalb hat sich die ARGE Ampfer zum Ziel gemacht alternative Methoden zu bestehenden Ansätzen zu erproben und nach Möglichkeit diese zu etablieren.